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Kategorie: Bands & Labels

Nazi-Rockbands und -konzerte sind ein wichtiger Bestandteil der rechtsextremen Subkultur. Die Neonazi-Szene setzt Musik gezielt ein, um ihre Ideologie zu verbreiten und Nachwuchs zu gewinnen. Auch in der Schweiz existiert eine Handvoll extrem rechter Bands, die oft den Hammerskins oder Blood & Honour nahestehen und zum Teil ihre Tonträger auf einem eigenen Label herausbringen. Regelmässig finden in der Schweiz rechtsextreme Konzerte mit einschlägigen Szenegrössen statt, was ihr den Ruf eingetragen hat, ein Konzertparadies für Neonazis zu sein.

Logo der Band Vargr I Veum (althochdeutsch: vogelfrei).

Vargr I Veum

Die Gründung von Vargr I Veum (althochdeutsch für «vogelfrei, heimatlos») wurde im Frühling 2006 von Mitgliedern der Hammerskin-nahen Gruppe Dissens aus Luzern bekannt gegeben. Geografisch ist die Band im Kanton Thurgau einzuordnen, wo sie verschiedentlich Konzerte organisierte. Über neun Jahre lang betrieben die Bandmitglieder auf dem Areal der ehemaligen Teigwarenfabrik in Kradolf TG auch einen … Weiterlesen

Spartanisch gehaltene Website des Labels HRD-Records

HRD-Records

HRD-Records war ein der PNOS nahestehendes Musik- und Veranstaltungslabel mit Postfachadresse in Roggwil BE. Das Label ist in den Jahren zwischen 2006 und 2010 vor allem durch die Produktion der Alben «Marsch auf Bern» (2006), «Die letzte Bastion» (2007) und «Das riecht nach Ärger» (2009) der Berner Nazirock-Band Indiziert in Erscheinung getreten. Es ist davon … Weiterlesen

Cover der CD "18 we fight for you"

N.A.Z.I (Nordic AntiZionistic Incorporation)

Die bisher noch gänzlich unbekannte Neonazi-Band mit dem Kurznamen N.A.Z.I (Nordic AntiZionistic Incorporation = Nordische Antizionistische Verbindung/Gesellschaft) brachte ihren Erstling im Herbst 2016 heraus. Die Band wird in rechtsextremen Webmusikportalen als Schweizer Band gehandelt. Auf einer grossen Musikwebseite gibt es weitere Hinweise, dass diese Band ein „Project of Erschießungskommando“ ist. Der Titel ihrer ersten CD trägt den … Weiterlesen

Anstelle der Triskele (B&H) steht bei C18 meist der Drache im Logo. Ihr Motto: "Whatever it takes".

B&H/C18: Militante (Musik-) Netzwerke

Blood & Honour wird oft als militantes rechtsextremes Musik-Netzwerk bezeichnet. Combat 18 (kurz: C18) wird gemeinhin als „bewaffneter Arm“ der Organisation betrachtet. Tatsächlich spielt Blood & Honour bei der internationalen Vernetzung und Organisation von Neonazi-Konzerten eine tragende Rolle. Konzerte werden jedoch oft unter dem gemeinsamen Label B&H/C18 organisiert. So hat sich in der Schweiz in … Weiterlesen

CD-Cover der Scheibe "Blut und Ehre" von Erschiessungskommando

Erschiessungskommando

Das Cover der CD soll auf den Betrachter einschüchternd wirken: 4 Männer sind abgebildet, sie tragen Anzüge, ihre Gesichter verdecken sie mit Sturmmasken, alle halten ein Gewehr oder eine Pistole in Händen. Auch die Covers der beiden weiteren CDs sind in ähnlich martialischem Stil gestaltet. Einzige Abweichung beim dritten Album: Diesmal tragen vier Frauen die … Weiterlesen

Die erste und einzige Produktion der Tessiner Band "The Bombers"

The Bombers

GLOSSAR-ARTIKEL. Die aus dem Raum Lugano stammende Band «The Bombers» hat nach eigenen Aussagen die meisten ihrer Auftritte an Veranstaltungen der italienischen Veneto Fronte Skinheads (VFS) durchgeführt. So spielten sie auch am 20-Jahre-Jubiläums-Festival «Ritorno a Camelot» 2006 der VFS und sind mit einem Track auf dem entsprechenden Jubiläumssampler vertreten. Ansonsten waren die Bombers kaum produktiv … Weiterlesen

CD Frontcover Mordkommando

Mordkommando

Die Schweizer Rechtsrockband Mordkommando war bis zum Nachgang des «Rocktoberfest» in Unterwasser, wo mehr als 5000 Neonazis zu rechter Musik feierten, der Öffentlichkeit gänzlich unbekannt. Die erste und bisher einzige CD wurde im Jahr 2014 veröffentlicht und trägt den Titel «Schwarze Liste». Der Name ist Programm: dem TV-Moderatoren Kurt Aeschbacher und dem Esoterik–Guru Mike Shiva, … Weiterlesen

Mit diesem Slogan wirbt die Band Amok auf ihren Merchandise-Artikeln

Amok

    Die Rechtsrocker aus den Kantonen Zürich, Aargau und Schwyz, Kevin Gutmann (Gesang), Marc Weiersmüller (Bass), Nathanael Fischer (Schlagzeug) und Thomas Mächler (Gitarre), hatten am 17. September 2005 ihren ersten erwähnenswerten Auftritt: Sie spielten – neben anderen braunen Bands aus dem In- und Ausland wie Hellvetica (CH) – an einem von einer Schweizer Blood … Weiterlesen

Neuauflage des Albums "Ehre" der Sturmtruppen Skinheads aus Basel

Sturmtruppen Skinheads

GLOSSAR-ARTIKEL. Die «Sturmtruppen Skinheads» waren die Nachfolgeband der «Schweizer Sturmtruppen» und in den 90er-Jahren wohl die bekannteste Schweizer Rechtsrockband. Ihre aktivste Phase hatten sie Ende der 1990er-Jahre, sowohl auf der Bühne als auch im Studio. Von 1996 bis 2001 erschienen vier CDs der «Sturmtruppen Skinheads»: «Basler Freunde», «Die Zukunft», «Wir sind Skinheads» und zuletzt «Ehre» Das … Weiterlesen

Erbarmungslos

GLOSSAR-ARTIKEL. Die Thurgauer Band «Erbarmungslos» wurde 1997 gegründet, hatte jedoch nicht lange Bestand und löste sich nach einigen Jahren wieder auf. Die Band hiess nicht nur «Erbarmungslos», sondern spielte auch erbarmungslos schlecht. Die vier Ostschweizer rund um den Hammerskin Daniel Bingesser traten nur selten auf und veröffentlichten keine eigenen Tonträger. Highlight ihrer Karriere war wohl ein Konzertmitschnitt … Weiterlesen

Logo der Böhse Onkelz-Coverband "Von Glas zu Glaz".

Von Glas zu Glaz

  Unter diesem Namen führen die Gebrüder Alexander und Cedric Rohrbach gemeinsam mit Roger Wagner und Sascha Berger seit 2013 ein neues Bandprojekt. Anders als bei ihrer Rechtsrockband «Indiziert» schreiben sie die Lieder allerdings nicht selber, sondern beschränken sich auf das Covern der politisch ebenfalls umstrittenen Band «Böhse Onkelz». Alex und Cedric Rohrbach sind fester Bestandteil … Weiterlesen

Martin Schwery, Steve Calladine aka Stigger und Silvan Gex-Collet (v.l.n.r.) an einem Festival der Veneto Fronte Skinheads im November 2011.

Hellvetica

Die Band Hellvetica* rund um die beiden Walliser Blood-&-Honour-Mitglieder Silvan Gex-Collet und Martin Schwery hatte ihren ersten bekannt gewordenen Auftritt im September 2005. Es handelt sich um keinen geringeren Anlass als das ISD-Memorial-Konzert im Crazy Palace in Gamsen VS, welches etwa 500 Neonazis aus dem In-und Ausland anlockte. Ein Journalist der Rundschau filmte das Konzert … Weiterlesen

Erstes Album der Rechtsrockband Indiziert.

Indiziert

Indiziert war in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends die wohl aktivste Neonaziband der Schweiz. Lange Zeit fungierten sie als «musikalische Stimme» der PNOS und der Helvetischen Jugend (HJ). Die Band rund um den PNOS-Parteichef Dominic ‘Gixu’ Lüthard und die Gebrüder Alexander und Cedric Rohrbach aus Burgdorf versuchte, mit Rock und rechten Texten neue Fans … Weiterlesen

Nach langer Funkstille tauchte Dissens 2011 mit einem neuen Album wieder aus der Versenkung auf.

Dissens

Lange war es still gewesen um die eigentliche Hofkapelle der Schweizer Hammerskins (SHS). Anfang Juni 2011 hat die Luzerner Band Dissens um den Mittvierziger Sänger und Mitbegründer der SHS, Carlo ‘Gary’ Albisser, aber ihren dritten Tonträger «Weltenbrand» veröffentlicht. Die Band ist sich textlich und musikalisch weitgehend treu geblieben, auch wenn sie offenbar einige Umbesetzungen hinter … Weiterlesen