Wahrscheinlichkeit das Motiv für den Brandanschlag auf ein

sda

Asylbewerberheim in Küsnacht in der Nacht auf den 21. März. Die drei jugendlichen Täter verkehren in der rechtsextremen Szene.

Die drei Jugendlichen hatten in der Nacht auf den 21. März einen Molotowcocktail in die Unterkunft für Asyl Suchende an der Freihofstrasse in Küsnacht geworfen. Von den 34 Heimbewohnern wurde niemand verletzt. Die Täter konnten drei Tage nach dem Brandanschlag verhaftet werden.

Die geständigen Täter, ein 16-jähriges Mädchen und zwei 18- jährige Burschen, sollen Aktivisten oder zumindest Sympathisanten der Skinheadszene sein, wie die ersten Ermittlungen der Untersuchungsbehörden des Bezirks Meilen ergaben.

Das Mädchen, das aus dem Kanton Basel-Land stammt, sei bereits in der rechtsextremen Szene in ihrem Wohnkanton aufgefallen, bestätigte die zuständige Jugendanwältin am Mittwoch auf Anfrage einen entsprechenden Bericht des Regionaljournals von Radio DRS.

Mädchen als Anstifterin zum Brandanschlag
Zumindest beim Mädchen nehmen die Untersuchungsbehörden an, dass die Beteiligung am Brandanschlag eindeutig Ausdruck rechtsextremer Gesinnung sei. Im Fall der beiden Burschen, die im Bezirk Meilen wohnen, «geht die Motivation zur Tat in Richtung Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus», wie der zuständige Bezirksanwalt gegenüber den Nachrichtenagentur sda erklärte.

Gemäss bisherigen Erkenntnissen soll das Mädchen die beiden Kollegen zur Ausführung des Brandanschlags angestiftet haben. Alle drei Täter befinden sich noch in Untersuchungshaft.