Thurgau Rassist darf bleiben

Blick

KREUZLINGEN. Ist der als Rassist verurteilte Marco Truttmann noch tragbar? «Ja», sagt man bei seinem Klub HC Thurgau.

Letzte Woche wurde NLB-Stürmer Truttmann vom Militärgericht wegen Rassendiskriminierung zu einer Busse verurteilt (im SonntagsBlick). Er soll während der RS im Jahr 2005 rassistische Äusserungen gegen Ausländer gemacht und den Hitlergruss gezeigt haben. In Österreich wurde Truttmann zuvor als Mitglied einer Rechtsextremen-Gruppe wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung bereits verurteilt.

Trotzdem hält sein Verein HC Thurgau an Truttmann fest. Besitzer und Trainer Felix Burgener begründet: «In den zwei Jahren bei uns hat sich Marco nichts zuschulden kommen lassen. Diese Fälle ereigneten sich vor seiner Zeit bei Thurgau.»

Burgener hat mit Truttmann ein Gespräch geführt und ihm klar gemacht, «dass wir Rassismus nicht dulden. Marco hat sich einsichtig gezeigt und mir zugesichert, dass er aus der Situation gelernt hat.»

Der frühere Junior des EV Zug war letzte Saison mit 25 Toren und 28 Assists Thurgaus Topskorer. Und zog damit auch das Interesse verschiedener NLA-Klubs auf sich. Ein Interessent waren die SCL Tigers. Im Emmental ist man inzwischen froh, dass der Transfer vor zwei Wochen wegen der von Thurgau geforderten Ablöse gescheitert ist…