Gegründet wurde die Pnos vor 5 Jahren. Eines ihrer Ziele: die Vereinigung der rechtsextremen Szene. Heute gibt es 6 Sektionen im Mittelland mit rund 100 bis 130 Mitgliedern. Das Parteiprogramm setzt sich aus fremdenfeindlichen und antidemokratischen Vers

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Gegründet wurde die Pnos von Aktivisten der Skinhead-Bewegung «Blood and Honour». Gemäss dem Extremismusbericht 2004 des Bundesamtes für Polizei ist unbekannt, wie viele Mitglieder die 1998 gegründete Bewegung hat. Als wichtigste Skinhead-Gruppierung gelten die «Hammerskins». Sie wurden 1986 in den USA gegründet und haben seit 1990 einen Ableger in der Schweiz. Sie treten hauptsächlich als Organisatoren von Konzerten und Partys in Erscheinung. Eng verbunden mit den Hammerskins ist die Gruppe Morgenstern.

Neben diesen Gruppierungen sind in der Schweiz auch die Helvetische Jugend oder die Nationale Ausserparlamentarische Opposition (Napo) aktiv. Der wichtigste Vertreter der Napo ist der bekannte Holocaust-Leugner Bernhard Schaub. Wichtige Einzelpersonen der rechten Szene sind beispielsweise auch der Islamist Achmed Huber, der inzwischen nach Russland geflüchtete Holocaust-Leugner Jürgen Graf und Gaston-Armand Amaudruz. Sie sind häufig in rechten Diskussionszirkeln wie der Avalon-Gruppe tätig.

Gemäss dem Extremismus-Bericht 2004 gibt es in der Schweiz ungefähr 1000 Rechtsxtreme und rund 700 bis 800 Mitläufer und Sympathisanten. Damit hat sich die «Szene auf höchstem Niveau stabilisiert», wie Hans Stutz, Rechtsextremismus-Kenner, gegenüber der Nachrichten-agentur sda sagt. Als wichtigstes Ereignis im Kalender gilt seit Jahren die Rütli-Feier. Die Behörden hatten in diesem Jahr mit einem Aufmarsch von 500 bis 600 Rechtsextremen gerechnet – gekommen sind schliesslich mindestens 700. Das sind fast doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor.

DREI EINSPRACHEN GEGEN STRAFBEFEHLE

Die Pnos-Vorstandsmitglieder, die vom Bezirksamt Aarau Mitte Juli Strafbefehle wegen kollektiver Schmähung der Ausländer kassiert haben, wehren sich gegen die ausgefällten Bussen. Wie Bezirksamtmann Dieter Gautschi sagte, gingen bereits drei Einsprachen ein. Die Bussen zwischen 300 und 500 Franken sind damit weiterhin nicht rechtskräftig. Nicht beim Bezirksamt, sondern beim Regierungsrat liegt das Parteiverbotsgesuch, das gegen die Pnos eingegangen ist. (bbr.)