Nationalratskandidat mit Busse bestraft

TagesAnzeiger

Knellwolf Thomas

Aarau. – Roland Wagner, Aargauer Kandidat der Schweizer Demokraten für den Nationalrat, ist wegen Vorstosses gegen militärische Vorschriften bestraft worden. Anfang August hatte Wagner deutschen Rechtsextremen in einem Schiessstand im aargauischen Fricktal das Schiessen mit dem Sturmgewehr beigebracht. Wegen der Schiessübungen hat ihn nun das Kreiskommando Aarau gebüsst, wie Wagner gestern gegenüber dem «Regionaljournal» Aargau/Solothurn von Radio DRS sagte. Das Kreiskommando bestätigte auf Anfrage die Bestrafung «wegen Verstössen gegen mehrere militärische Vorschriften», machte aber keine Angaben zu den Sanktionen. Wagner trat von seinem Amt als Vizepräsident der Schweizer Demokraten zurück, als Recherchen des «Tages-Anzeigers» zeigten, dass er weitere Rechtsradikale aus Deutschland zu einer Veranstaltung mit Schweizer Gleichgesinnten aufs Rütli geführt hatte.