Pnos als Lifestyle

WochenZeitung

Die 23-jährige Denise Friederich ist Vorstandsmitglied der Partei National Orientierter Schweizer (Pnos). An rechtsextremen Anlässen im In- und Ausland hält sie regelmässig Vorträge zu Themen wie «Frauen im nationalen Kampf».

Neuerdings erreicht Friederich auch ein breiteres Publikum: Im August veröffentlichte das Strassenmagazin «Surprise» ein zweiseitiges Interview mit Friederich. Eine redaktionelle Einbettung des Gesprächs fehlte zwar, immerhin musste die «ehrgeizige und zielstrebige Frau» aber auch kritische Fragen beantworten.

Das am Kiosk erhältliche Lifestylemagazin «Kinki» hat Friederich in der aktuellen Ausgabe nun sogar dies erspart. Im Schmuseinterview darf die «zierliche Dame» darlegen, wieso «kulturfremde Ausländer» nicht integriert werden könnten und dass sie ganz gerne Die Toten Hosen höre.

Pnos-Sprecher Renato Bachmann freut sich denn auch über das «positive Interview», während sich «Kinki»-Chefredaktor Matthias Straub rechtfertigt: «Wir sind der Meinung, dass Denise Friederich sich selbst widerspricht und damit ihre Aussagen der Lächerlichkeit preisgibt.» Zudem habe er die Pnos aufgefordert, die Verlinkung von der Pnos-Homepage auf den «Kinki»-Artikel zu kappen.