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Parteien

Rechtes und fremdenfeindliches Gedankengut ist in der Schweiz salonfähig – und ein Erfolgsmodell. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) als schweizweites Projekt ist wählerstärkste Partei. Auf ihrem Vormarsch hat sie die rechte Konkurrenz geschluckt: die Schweizer Demokraten (SD) und die Freiheitspartei Schweiz (FPS). Überraschende Wahlerfolge feiern lokale Parteien: das Mouvement Citoyens Genevois (MCG) in Genf und die Lega dei Ticinesi im Tessin.

Am rechten Rand tut sich hingegen wenig: Die einzige Neonazi-Partei, die sich über die Jahre in der Schweiz halten konnte, ist die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS). Den Anspruch einer politischen Partei erfüllt die PNOS leidlich. Wahlkandidaturen enden meist im Debakel. Es fehlt an überzeugendem Personal, unbeständig sind ihre Sektionen und Infoportale.

Alex Rohrbach und Denise Friederich auf Stimmenfang

PNOS Emmental

Die Liste der ehemaligen Vorsitzenden der Emmentaler PNOS-Sektion liest sich fast wie ein «Who is Who» der Schweizer Neonazi-Szene. Bei ihrer Gründung im Februar 2008 wurde Markus Martig, ein wegen Rassendiskriminierung und Holocaust-Leugnung verurteilter ehemaliger Hammerskin, als Vorsitzender vorgestellt. Im Sommer 2008 erhielt er Unterstützung von Cédric Rohrbach, Gründungsmitglied und Schlagzeuger der Rechtsrock-Band Indiziert. Martig … Weiterlesen