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lautstark!
Juli 2008
Nummer 15

Editorial

Lieber Leserinnen und Leser

Das Schweizer Fernsehen DRS zeigte in der Nachlese des 6. Oktobers 2007 einen Bericht über Rechtsextreme, die unter der Flagge der SVP an der Kürzestdemo mitmarschierten. Auf die Frage, was sie vom linken Widerstand gegen den «Marsch auf Bern» halten, antworteten die Neonazis: «Die sollte man an die Wand stellen und erschiessen». Ein Kommentar, der nicht einschüchtern darf, aber aufrütteln muss.

Dass Rechtsextreme gerne mit Waffen hantieren ist kein Zufall, sondern bereits in deren Weltbild angelegt. Wer von der Überlegenheit des Stärkeren überzeugt ist, der ist vielfach auch davon fasziniert diese «Stärke» mit Waffengewalt durchzusetzen. Diese Faszination reicht von der Verherrlichung militärischer Einrichtungen bis hin zum eigenen Griff zu Waffe. Vielfach in erster Linie zur Selbstdarstellung. Sich mit Schusswaffen abzubilden ist in der extremen Rechten äusserst beliebt. Beispielsweise in dem man das eigene Schiesstraining filmt und ins Netz stellt.

So geschehen vor wenigen Wochen, als ein Video der Gruppe Nationale-socialiste Suisse (NNS) auf YouTube auftauchte. Darin ballert ein junger Mann mit Sturmhaube und Handfeuerwaffe auf die Schiessscheibe eines Schützenkellers. Unterlegt wurde der Videoclip mit Rechtsock-Klängen und eingeblendeten Nazi-Symbolen. Das aktuelle Lautstark! geht der Frage nach, woher diese «Waffenliebe» in der extremen Rechten kommt und wohin sie führen kann. Viel Spass beim Lesen!

Eure Antifa

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