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Lieber Leserinnen und Leser
Ende Juni ist es wieder so weit: Die Schlachtfeier bei Sempach wird erneut zum landesweiten Anziehungspunkt für Neonazis. Seit ihnen der Zugang zur 1.-August- Feier auf dem Rütli erschwert worden ist, avancierte die Feierlichkeit in Sempach zum wichtigsten Marschtermin in der Agenda der Schweizer Rechtsextremen. Und was sagt man dazu in Sempach? Herzlich wenig. Weder das Organisationskomitee noch die anderen Festteilnehmerinnen und -teilnehmer kritisierten den Auftritt der Rechtsextremen bis anhin. Ganz im Gegenteil gelten die Gesänge und die Kranzniederlegung der Rechtsextremen mittlerweile bereits als inof- fizieller Teil des festlichen Aktes.
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Ob Rütli, Sempach, Morgarten oder Näfels – die Organisatorinnen und Organisatoren von historischen Festakten kämpften jahrelang mit sinkenden Teilnehmerzahlen. Bis die Rechtsextremen darin ihre Chance witterten und begannen, die ideologisch unzeitgemässen Gedenkfeiern, die immer mehr ein Schattendasein fristeten, für ihre Zwecke zu nutzen. Seither werden die Feiern vermehrt zum Anziehungspunkt von Rechtsextremen.
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