1. August 2007
Medienmitteilung betreffend No-Demo
Das Bündnis für ein buntes Brunnen wollte mit seiner No-Demo drei Dinge vermitteln:
1. Den Protest gegen die immer wieder tolerierten Versammlungen von Neonazis
2. Das Befremden über den Versuch linker Parteien nationalistische Symbole zu übernehmen. Nationalismus ist eine Ideologie des Ausschlusses und damit unvereinbar mit linken und fortschrittlichen Werten und linker Politik
3. Kritik gegen das vom Stadtrat von Luzern verhängte Demonstrationsverbot. Auf diese Weise werden rechte Aufmärsche zum Vorwand genommen antifaschistischen Protest zu unterbinden. Es geht nicht an den Protest ausgerechnet am Tag des kritisierten Ereignisses zu verbieten.
Dies ist uns mittels der No-Demo gelungen. Mehr als 150 Personen nahmen am vielfältigen Protest teil. In der ganzen Stadt Luzern traten als PolizistInnen verkleidete Leute samt Wasserwerfer und „Sicherheits“-Sponsorenwerbung auf, es wurden Mittelchen und Medikamente für Glatzenpolitur und eine Art Viagra für armstreckende Nazis angeboten. Es trat eine kleine Clown-Armee mit Musik auf, es gab „Jassen gegen Rechts“ und eine Wanderung vom Helvetia- zum Theaterplatz, welche die Polizei irrtümlicherweise als Demo auffasste.
Während des ganzen Tages wurden unzählige Flugblätter verteilt und mehrere Transparente an der Kapellbrücke und am Torbogen beim Bahnhof aufgehängt.
Trotz der stets friedlich verbliebenen Aktionen liess es sich die Polizei nicht nehmen nach dem Ende der No-Demo noch vermeintliche TeilnehmerInnen brutal festzunehmen. Dieser Einsatz lässt sich durch nichts rechtfertigen, wir verurteilen ihn aufs Schärfste
Trotz der polizeilichen Störungen ist es dem Bündnis für ein buntes Brunnen gelungen auf seine Anliegen bunt und gut bemerkbar aufmerksam zu machen.
Wir sind Ihnen dankbar, dass sie unsere Medienmitteilung in Ihrer Berichterstattung mitberücksichtigen.
Luzern, den 1. August 2007
Bündnis für ein buntes Brunnen
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