Veranstaltungsreihe Antifa Bern
«White Noise»
Begleitmusik zu Mord und Totschlag. Strategien und Entwicklungen in der neonazistischen Subkultur.
White Noise, die Musik der Neonazis, ist nicht allein der «kulturelle Ausdruck» einer neonazistischen Bewegung. Sie ist Business mit Millionengewinnen und rassistische Hetze in brutalster Form. Jedes Jahr werden hunderttausende CDs neonazistischer Bands über und unter den Ladentischen verkauft, Konzerte dieser Bands finden bis zu 2.000 Zuhörer und Zuhörerinnen. Für neonazistische Organisationen und Parteien ist die White Noise-Musik Einnahmequelle und Propaganda zugleich: Sie nutzen sie, um neue Mitglieder zu werben und eine ganze Jugendbewegung in das Netzwerk ihrer Aktivitäten zu integrieren.
In ihrem Vortrag zeichnen die AutorInnen des Buches "White Noise" die Entwicklung der vergangenen Jahre anhand zahlreicher Beispiele nach. Sie benennen die Strategien und die Netzwerke, die die Infrastruktur der neonazistischen Jugendkultur bilden, und sie beschreiben die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die der Jugendkultur immer wieder die nötigen Freiräume öffnen und ihr mehr denn je das Gefühl vermitteln, der militante Flügel des «gesunden Volksempfindens» zu sein.
Die ReferentInnen sind MitarbeiterInnen des Antifaschistischen Presserarchivs und Bildungszentrums Berlin
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