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20Min 17. März 2004
Polizei sagt «Al Kraida» Kampf an
Bern rüstet sich für den Demo-Samstag: Angesagt sind der 5. Antifaschistische Abendspaziergang und eine Antikriegsdemo. Die Polizei duldet dieses Mal keine Kreide-Kritzeleien mehr.
«Wir machen dieses Jahr keinen Unterschied, ob jemand sprayt oder mit Kreide zeichnet», betonte Franz Märki von der Stadtpolizei Bern gestern. Beides gelte als Sachbeschädigung. «Im schlimmsten Fall wird der unbewilligte Abendspaziergang aufgelöst», so Märki. Anders tönte es noch im vergangenen Jahr, als das neue Phänomen der Kreidetäter alias Al-Kraida noch geduldet wurde. «Das war eine Fehlbeurteilung», gibt Märki zu.
Von der Berner Antifa war gestern niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Letztes Jahr wollten die Veranstalter Zusammenstösse mit der Polizei vermeiden und riefen zum Sprayverzicht auf. Ob am Samstag Ähnliches geplant ist, ist unbekannt.
Die Kreidekritzeleien auf den Sandsteinwänden belasteten die Stadtkasse letztes Jahr mit mehreren 10000 Franken. «Vier Mann säuberten anderthalb Wochen lang die verschmierten Fassaden», sagt Thierry Kreienbühl vom städtischen Tiefbauamt – ein Gratisdienst der Stadt für die Liegenschaftsbesitzer. «Wir zählen auf die Polizei», sagt Andreas Hubacher vom Oberstadtleist. Er hofft, dass die Innenstadt nicht verschmiert und zerschlagen wird.
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